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Erste urkundliche Erwähnung fand die Burg im Jahre 1290 als Eigentum der Grafen von Freiburg. Zerstört wurde die Burg am 15. April 1675 von General Vaubrun. Seit dieser Zeit liegt die Festung nahezu unberührt über dem Dorf Hecklingen.

Der Förderkreis und der Eigentümer haben es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Baudenkmal aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken.

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Burgführungen

Von April bis Oktober finden auf unserer Burgruine regelmäßig Burgführungen statt.

Die Führung durch die Burgruine Lichteneck (Preise, Zeiten, Dauer siehe Burgführungen) ist eine ebenso spannende wie informative und vor allem auch unterhaltsame Zeitreise durch 730 Jahre Bau- und Kulturgeschichte.

Foto-Gallerie

 

 

Lichteneck3
Foto: Hans-Jürgen van Akkeren

 

Die Burg Lichteneck - ein Breisgauer Wahrzeichen


Aus der Geschichte der Burg und ihrer Herrschaften


Jeden Besucher, der in der Längs-Richtung den Breisgau durchquert, begrüßt seit Jahrhunderten die Burg Lichteneck. Im folgenden soll aus ihrer Geschichte berichtet werden.

Wir müssen weit zurück gehen, bis ins Jahr 1290, um die erste urkundliche Nachricht bertreffs der Lichteneck zu finden.: Graf Egino von Freiburg übergab in diesem Jahr seinem erstgeborenen Sohn Konrad das im Eigenbesitz befindliche "...castrum Liehtenekke..", ...(Hefele, FrUB II, 1951; Nr.86, Nr.89).

Warum wurde die Burg in den Jahrzehnten vor 1290, aller Wahrscheinlichkeit nach von den Freiburger Grafen, erbaut? - Die Grafen schützen von diesem militärischen Stützpunkt aus ihre Besitzungen und Rechte im nördlichen Breisgau gegen benachbarte mächtige Geschlechter wie die Üsenberger, die Hachberger, die Bischöfe von Straßburg oder die Geroldsecker. Die Burg beherrschte die Niederungen bis Riegel und konnte so den Nord- Süd- Verkehr kontrollieren. Die Gründung diente also zunächst als militärischer- und Verwaltungs- Standort und weniger als Residenz. Später nützen die Freiburger Grafen die Burg auch als Pfand, als Heiratsgut und als Witwensitz.

Man kann sich die mittelalterliche Burg in etwa so vorstellen: Von Mauerring, Zwinger und Graben umgeben und geschützt lagen Wohngebäude, Wehrturm, Magazine und Torbefestigung. Davor befand sich der Maierhof mit Stallungen und Scheuern. Der Vermutung, daß es vielleicht eine Vorgängerburg gab, wird hier nicht nachgegangen.
1368 gelang die Herrschaft Lichteneck an Klara aus dem Hause der Grafen von Freiburg, verehelicht mit dem Pfalzgrafen Götz von Tübingen - Herren von Lichteneck. Stadt und Herrschaft Tübingen mußten aus wirtschaftlichen Gründen an die würtembergischen Grafen verkauft werden. Burg Lichteneck ist nun Residenz, damit kultureller, wirtschaftlicher, politischer aber auch militärischer Mittelpunkt der kleinen Herrschaft, welche im 15 Jh. die Dörfer Hecklingen und Forchheim, Stadt und Herrschaft Burkheim, Umkirch, Schelingen, einen Teil des Dorfes Riegel und das Reichslehen Sasbach mit der Limburg umfaßte. Die gräflichen Wohnansprüche, erweiterte Aufgaben in der Verwaltung und der Wunsch zu repräsentieren werden damals zu umfangreichen Baumaßnahmen an der Lichteneck geführt haben.
Als militärischer Stützpunkt wurde die Burg 1433 anläßlich des Geroldsecker Krieges, als die Geroldsecker Brüder sich gegenseitig befehdeten und Konrad II. von Tübingen-Lichteneck Partei ergriff, belagert, eingenommen und ausgebrannt. Es erfolgte umgehend ihr Wiederaufbau.

Den Bauernkrieg 1525 überstand die Burg unbeschädigt, da Graf Georg, nicht ganz freiwillig, mit den Bauern paktierte. Bekannt sind die Worte, mit denen der Bauernführer Jeckli Kurzmann dem Grafen entgegentrat: "Bruder Georg, dein Leib ist mein Leib, dein Gut ist mein Gut, wir sind alle Brüder in Christo".

Als der Dreißigjährige Krieg auch den Süden Deutschlands bedrohte, erhielt die Lichteneck um 1632 eine kaiserliche Besatzung von 80 Mann und man rüstete sie entsprechend aus. Ihre strategisch günstige Lage im Nahbereich zu den Festungen Freiburg und Breisach machte die Burg für die Kriegführenden beider Seiten interessant, denn von hier konnten wichtige Aktivitäten gestartet werden: Im eroberten Gebiet mußte man versuchen, die Ordnung wieder herzustellen, Lebensmittel und Ausrüstungen waren zu beschaffen, Streifen zu Pferde überwachten die feindlichen Bewegungen, nach gegnerischen Kundschaftern wurde Ausschau gehalten. Jeder Warentransport und jede Truppenbewegung, die über die Kenzinger Elzbrücke führte, lief auch unmittelbar an der Burg Lichteneck vorbei. Diejenige Kriegspartei, welche die Lichteneck besetzt hielt, konnte hier die Logistik des Gegners empfindlich stören. So wundert es nicht, daß die Lichteneck während des Dreißigjährigen Krieges mehrmals belagert wurde und die kaiserlichen und schwedischen Besatzungen sich abwechselten. Merian berichtet in seiner Topographia Alsatiae: "Es bracht...der...Rhein-Graff Oth Ludwig...dasselbe (Schloß)...in seinen und der schwedischen Gewaldt und erlegte allda viel Bauern." - Die Bauern waren 1634 in die Lichteneck geflüchtet und hatten sich wohl an der Verteidigung beteiligt. Die Soldaten verschonte der als Bauernschlächter bekannte Rheingraf, ihnen gewährte er "Quartier", wie es damals hieß, wenn sie sich ergaben. Die "rebellischen Bauern" jedoch wurden brutal erschlagen. Der Dreißigjährige Krieg ging 1648 endlich zu Ende. Not und Elend blieben. Wegen ihrer ihrer hohen Schulden mußte Elisabeth Bernhardina, die lezte aus dem Hause Tübingen und vermählt mit dem Grafen von Salm-Neuburg, die gesamte Herrschaft 1660 an den Freiherrn Johann Heinrich von Garnier verkaufen.
Der neue Herr hatte nicht lange Freude an seiner Burg. Der zweite französiche Eroberungskrieg brachte wieder Not und Elend über das Land, welches sich vom Dreißigjährigen Krieg noch nicht erholt hatte. Die Lichteneck erhielt, wie schon einmal, eine kaiserliche Besatzung. 1675 lagen etwa 50 Mann in der Burg. Sie konnten das Schicksal der Lichteneck nicht abwenden. Folgendes berichtet der Zeitzeuge Zisterzienserpater Conrad Burger, Beichtvater der Nonnen des Klosters Wonnental in seinem Raisbüchlin: "Den 15. April ist der Französische General Vaubrun mit ungfer 6000 man, und etlichen kleinen Stucken....Morgens früe unversehens, und ist für Liechteneck gezogen. Hats um 8 Uhr Vormittag angefangen zu beschießen und gewehrt bis in den anderen Tag in der Nacht. Hat vil Tausent Schüß da rein gethan, dieweilen aber die dareingelegene Kaiser. Besatzung (42 Man) an Munition fast auskommen, und kein Entsatzung zu hoffen gehabt, haben sie sich ergeben und seind gfänglich gen Breysach gefüehrt worden; und ist der Tag darnach das Schloß mit Stoh angefüllt angezunden, mit sambt vil Früchten und Wein verbrent worden... Das Dorf Hecklingen haben sie rain ausgeplündert, in der Kirchen unchristlich gehandelt..." - Ein weiterer Zeitzeuge war der Herzog Bournonville. Er schreibt an den kaiserlichen Feldmarschall Montecuccoli: General "Vaubrun (hat) mit 4000 Mann... das hauß Liechtenekh drey oder tag lang beschossen, und vill Volk ...darvor verlohren, biß endlich die gut 50 Man starck darin gewesene guarnison sich alß Gefangener ergeben; ob nun der fründt (der Feind) das Schlosß ruinirt oder aber besezt habe, ist Mir noch nit (bekannt)..." (Österr.Kriegsarchiv "Alte Feldakten", Kasten 183; bearbeitet durch W. Müller Hecklingen) - Obwohl kaiserliche Truppen in der Nähe lagen, erfolgte kein Entsatz der bedrängten Lichteneck - sie hatten andere Befehle.
Nicht zufällig wird die Lichteneck in Grimmelshausens "Der Abenteuerliche Simplicissimus" erwähnt. In diesem Werk von Weltgeltung berichtet Grimmelshausen in der derb- drastischer Weise von den Abenteuern und Schrecken des dreißigjährigen Krieges, so u.a. auch von der Burg Lichteneck (4. Buch Kap.25).
Seitdem ziehen die Jahrhunderte über die Ruine Lichteneck hinweg, die Natur ergriff Besitz von diesem Ort. Neue Herrschaften kamen und gingen. Die Steine ihrer Mauern wurden gebrochen und an anderer Stelle verbaut. Vielleicht fanden diese Steine Verwendung beim 1776 beginnenden Bau des Unteren Hecklinger Schloßes. - Während des Ersten und Zweiten Weltkrieges befand sich eine Artillerie - Beobachtungsstellung hier oben. Danach wurde es wieder still auf der von Bäumen und Büschen bewachsenen, romantischen Burgruine.

Rainer Kiewat, Kenzingen
April 2001, Die Burg Lichteneck - ein Breisgauer Warzeichen

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